Motiv und Ziel
Das menschliche Motiv ist das Mitfühlen und die spontane Sympathie, wenn man den anderen leiden sieht. Der Christ, der das Mysterium des Kreuzes und des Ostermorgens lebt, sieht im Armen und Leidenden den leidenden Herrn. Ziel ist menschliche Hilfe in der Not, das Zeugnis für Christus und Gottesreich.
Wer loyal dieser Berufung nachlebt,
wird verändert und bereichert.
Einheit in der Verschiedenheit
Wie die Formen der Not - der geistigen wie der materiellen - sich ändern,
so wechseln Form und Betätigung
der vinzentinischen Liebe.
Liebe und Apostolat
So möchte der Vinzentiner seine
Berufung leben: Christliches Zeugnis
geben durch die Liebe in der
persönlichen Begegnung mit dem, der in Not ist: nach den Lehren des
zweiten Vatikanums, in der Besinnung auf das Evangelium und den eigenen Ursprung, als einsatzbereiter Laie Im
Hinblick auf die heutige Welt. |
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"Armendienst ist Gottesdienst"
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Vinzenz von Paul
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Armut der Gemeinschaft
Die Vinzenzgemeinschaft häuft keine
Kapitalien an. Was sie von den Mitgliedern und Freunden erhält, gibt sie aus.
Geist der Armut beim Vinzentiner
Der Geist der Armut muß sich zeigen
im Teilen, der eine schenkt von seiner Zeit, der andere von seinem Geld, wieder ein anderer sein Wissen, ein weiterer schenkt die Freude, die von ihm ausstrahlt.
Bescheidenheit und Erfolg
Liebe ist im Stillen tätig, schlicht und demütig, aller Reklame abhold. Die Vinzenzgemeinschatt ist Fußvolk der
Caritas. Sie arbeitet in Gruppen, die sich Konferenzen nennen. |
Die Konferenz
in der heutigen Gesellschaft
Die Konferenz wirkt traditionsgemäß
in der Pfarre: heute arbeitet sie
auch an der Mittelschule, an der
Universität, in der Fabrik, im Wohnblock.
Die Vinzenzgemeinschaft weiß sich
als eine karitative Organisation unter anderen; sie bietet anderen ihre Mitarbeit an mit ihrer Besonderheit
des Helfens im persönlichen Begegnen.
So will sie mitarbeiten bei der
Pfarrcaritas, bei der Diözesan- und
bei der Internationalen Caritas. Die
Bereitschaft zum Dialog und seine
Verfügbarkeit zeigt der Vinzentiner
auch in der Familie, im Beruf, als Bürger.
Vinzentinische Spiritualität
Das ist vinzentische Spiritualität, das ist Ihr Herzstück: Christus finden in der persönlichen Begegnung mit dem Nächsten, der unserer Hilfe bedarf. Das Wort "Was ihr dem Nächsten tut, habt ihr mir getan", muß für alle - und für den Vinzentiner ganz besonders - Wirklichkeit, erlebte Wirklichkeit sein und nicht bloß Bild und Parabel. |