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historische Aufnahme
Da ist innen die DECKE zu hören: Mir hat mein unansehnliches, fast dreckiges Aussehen nicht besonders gefallen. Diese einheitliche hellgraue Färbelung aber, die ich jetzt habe, gefällt mir schon. Und die Beleuchtung: sieht sie nicht ein wenig wie ein Sternenhimmel aus? Der BODEN hält es nicht mehr aus: Ihr habt leicht reden. Ihr werdet in die Hand genommen oder seid unerreichbar. Aber auf mir wird herumgetrampelt. Ich muss mir alle Schuhe und Stiefel und Dreck und Steine gefallen lassen. Und geschimpft wird auch über mich. Dabei mache ich etwas Wichtiges deutlich: Leben und Glauben sind Wege. Menschen sind unterwegs. Die ersten Christen wurden Anhänger des neuen Weges genannt. Und das Konzil hat die Kirche als Volk Gottes unterwegs bezeichnet.
Die BETON-INNENWAND meldet sich: Ich schirme den Innenraum nach außen ab. Zudem trage ich den Hinweis auf die 12 Apostel, auf die Jesus Christus die Gemeinschaft der Kirche aufgebaut hat. Ich trage 12 Marmorplatten mit einem Kreuz. Über jedem Apostelkreuz steht eine Kerze. Wir bieten uns den Besuchern an zum Sitzen, sagen die BÄNKE. Da kann einer still sitzen oder knien. Da kann einer ruhig werden und zuhören. Froh bin ich, dass diese verwirrende Polsterwirtschaft endlich aufgehört hat und auf den Kniebalken einheitliche Kniepolster sind. Die Heizung macht mir schon manchmal zu schaffen. Aber sie brennt ja nicht das ganze Jahr.
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Die KOMMUNIONTISCHE mischen sich ein. Wir sind auch aus Holz. Als Tische vielleicht ein bißchen schmal geraten. Aber wir machen deutlich: alle sind eingeladen, alle dürfen kommen zum Tisch des Herrn. Alle dürfen stehend oder kniend das Brot des Lebens empfangen. Eine doppelte Stimme höre ich dann. Wir sind aus Marmor. Von uns aus wird das Wort Gottes verkündet. Von uns aus wird vorgebetet, vorgesungen, werden Ankündigungen gemacht. Wir sind die 2 AMBONEN in der Kirche.
Und jetzt ist eine kräftige Stimme zu hören. Sie kommt vom ALTAR. Ich bin die Mitte dieses Baues. Ich stehe für Jesus Christus, der die Mitte seiner Gemeinschaft ist. Fünf Kreuze sind in meine schwere Platte eingemeißelt. Reliquien von Glaubenszeugen sind in meine Tischplatte eingelassen.

historische Aufnahme
Jetzt höre ich eine klare Stimme. Aber ich kann nicht klar erkennen, woher sie kommt. Das ist deswegen, sagt der TABERNAKEL, weil ich in der Kirche gewandert bin. Ich bin nicht immer an der gleichen Stelle gewesen. Zuerst stand ich mitten auf dem Altar. Dann hat man mir auf einer Marmorsäule einen Platz hier auf der Seite (Anm.: wo jetzt die Osterkerze steht) gegeben. Schließlich bin ich in die Mitte, ins Zentrum, in die Achse von Altar und Kreuz gerückt. Da gehöre ich auch hin. Tabernakel heißt ja Zelt, Wohnung, Wohnung Gottes unter den Menschen. Und Gott wohnt mitten unter uns. So haben wir es heute im Evangelium gehört.
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